Genesis
Hallo =)
dieser Thread richtet sich an alle, die sich eine neue AGP-Grafikkarte gekauft und mit dieser große Probleme haben (z.B. Bluescreens oder einen schwarzen Bildschirm).
1. Hardware
Beim Kauf einer neuen AGP-Grafikkarte müssen Sie natürlich zunächst darauf achten, dass Ihr Mainboard die neue Karte auch unterstützt. Dies sollte aufgrund der Standardisierung des Ports und des Buses eigentlich immer der Fall sein, es kann höchstens zu Stabilitätsproblemen bei verschiedenen Kombinationen kommen (Mainboard A verrägt sich nicht mit Grafikkarte B, bei Mainboard C funktioniert das ganze allerdings einwandfrei).
Zudem ist bei neueren Grafikkarten ein starkes Netzteil Pflicht. Schwächere Netzteile mit niedrigen Ampere- und Wattzahlen können zu Stabilitätsproblemen führen. Die leistungshungrigeren Grafikkarten benötigen zudem einen extra vierpoligen Stromanschluss.
2. Treiber
Grafik
Beim Austauschen der Grafikkarte durch ein anderes Modell sollten grundsätzlich vor dem Ausbau alle vorhanden Grafikkartentreiber restlos entfernt werden. Da es manchmal nicht ausreicht, die Software über die Systemsteuerung zu deinstallieren, sollten zusätzlich spezielle Tools verwendet werden, um ein sauberes System zu garantieren. Dies ist vor allem bei einem Wechsel der Grafikchiphersteller sehr wichtig. Glaubt mir: lieber etwas Aufwand beim Entfernen der Treiber betreiben als später ewig nach einem Fehler zu suchen =)
Ein Programm, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, ist das kostenlose Tool "Driver Cleaner Professional Edition", zu finden auf http://www.drivercleaner.net/. Mit dieser Software ist es möglich, die gängigsten Treiber sicher und sauber zu entfernen.

Aktuelle Grafiktreiber für ATI- und NVIDIA-Chips (Anmerkung: Wenn der Grafikkartenhersteller eigene Treiber anbietet, sind diese den Treibern der Chiphersteller selbstverständlich vorzuziehen):
NVIDIA-Treiberhomepage
ATI (AMD)-Treiberhomepage
Es empfiehlt sich, die Treiber des Systems auf dem neusten Stand zu halten, um die optimale Performance und Systemstabilität zu gewährleisten (siehe auch Troubleshooting).
Chipsatz
Die Northbridge sorgt über den FSB (Front Side Bus) für die Kommunikation zwischen Grafikkarte, Arbeitsspeicher und CPU. Auf Betriebssystemebene wird dies über den Chipsatztreiber gesteuert. Insbesondere bei neueren Grafikkartenmodellen sollten Sie stehts den aktuelle Chipsatztreiber installiert haben, um Problemen mit der Anzeige und der Systemstabilität vorzubeigen.
Aktuelle Chipsatztreiber:
NVIDIA NForce
INTEL
SiS
3. Troubleshooting
Treiber
Wenn es zu Problemen wie Bluescreens oder Grafikfehler kommt, sollten Sie zunächst mit den Treibern experimentieren. Scheuen Sie sich nicht, einen älternen Treiber zu wählen, die Hauptsache ist nur, dass Ihr Modell in dieser Revision unterstützt wird.
Folgende Treiber sollten getauscht werden:
Grafik, Chipsatz, IDE-Treiber, Sound, eventuell Netzwerk
Um Probleme ausschließen zu können sollten auch Programme wie Virenscanner oder die Firewall testweise deaktiviert werden.
Das Testen kann sehr aufwändig ausfallen, bis eine stabile Konstellation gefunden wird. Wenn bei sämtlichen Treibern ständig die gleichen Fehler auftreten, kann ein Treiberproblem eigentlich ausgeschlossen werden, eine Inkompatibilität mit anderen Programmen kann allerdings trotzdem noch besetehen.
Temperatur & Spannungswerte
Auch die Temperatur des Grafikchips darf eine gewissen Wert nicht überschreiten. Vergleichen Sie die bei Ihnen angezeigt Temperatur mit Werten im Internet. Ein guter Test ist es auch, dass Gehäuse testweise offen zu lassen. Zusätzliche Gehäuselüfter können hier Abhilfe schaffen.
Ein Programm zum Anzeigen der Temperaturen des Grafikchips ist z.B. Everest Home Edition (die Temperaturanzeige finden Sie unter Computer > Sensoren).

Mit Everest können Sie auch die Spannungswerte Ihres Netzteils anzeigen lassen. Schwanken diese zu sehr oder sind sie dauerhaft zu niedrig, empfiehlt es sich, ein anderes Netzteil zu testen.

BIOS-Einstellungen
Im BIOS lassen sich z.T. gewisse Optionen des Chipsatzes aktivieren bzw. deaktivieren. Es bietet sich an, mit diesen Werten zu experimentieren:
Fastwrites (Ja / Nein)
Erlaubt es, Daten direkt von CPU zur Grafikkarte zu senden, ohne den Umweg über den RAM nehmen zu müssen. Wenn diese Option aktiviert ist, kann es manchmal zu Problemen und Instabilitäten kommen. Wenn sich diese Einstellung nicht im BIOS vornehmen lässt, können Sie diese bei NVIDIA-Treibern über einen Registryschlüssel softwaretechnisch deaktivieren. Legen Sie dazu in
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\NVIDIA Corporation\Global\System
den DWORD-Wert ReqAGPFW an und geben Sie ihm den Wert 0 (eventuell auch EnableAGPFW). Nach einem Neustart sollte es in Everest unter Motherboard > Chipsatz > Northbridge so aussehen:

AGP Aperture Size in MB (AGP Durchsatzgröße)
Dieser Wert gibt an, wieviel die Grafikkarte vom Hauptspeicher reservieren darf, um Texturen dort abzulegen. Bei Problemen kann es helfen, diesen Wert auf 64 oder 128 MB herunterzusetzen, Performanceeinbußen gibt es nicht.
AGP-Mode (Geschwindigkeit)
Wenn der Chipsatz mit der Grafikkarte nicht mehr mitkommt, hilft es, die Geschwindigkeit des Buses von z.B. 8x auf 4x zu stellen. Dies ist allerdings mit Performanceeinbußen verbunden.
AGP-Voltage in Volt
Unter Umständen sollte dieser Wert minimal (!) angehoben werden, um mehr Systemstabilität zu erreichen. Ganz ausdrücklich: Auf eigene Gefahr!
BIOS-Update
Manchmal hilft es, das BIOS auf den neusten Stand zu bringen. Wie Sie ein BIOS-Update durchführen und wo Sie es beziehen können, steht in Handbuch des Mainboards.
Diverses
Versuchen Sie, verschiedene Modi bei Auflösung und Bildwiederholungsfrequenz zu wählen, auch dies hat manchmal zu Problemen geführt.
Manchmal kommt der Arbeitsspeicher auch nicht mit der neuen Grafikkarte zurrecht oder ein Fehler im Arbeitsspeicher führt zu Abstürzen. Dies können Sie mit dem Programm MEMTest überprüfen.
http://www.memtest86.com/
4. Offiziellen Treiber auf einem Notebook installieren
Die Notebookversionen der Grafikkarten werden oftmals nicht vom offiziellen Treiber unterstützt. Um die Treiber dennoch installieren zu können gibt es gepatchte Konfigurationsdateien, die einfach ersetzt werden müssen.
Treiber für NVIDIA-Karten in Notebooks
So, das war's mal für den Anfang. Für Fragen und Kritik stehe ich gerne zur Verfügung.
Gruß
Genesis
Update 30.07.2006: Rechtschreibfehler korrigiert, NVIDIA-Treiber aktuallisiert
Update 07.01.2007: Treibersektion überarbeitet, Punkt 4 hinzugefügt
dieser Thread richtet sich an alle, die sich eine neue AGP-Grafikkarte gekauft und mit dieser große Probleme haben (z.B. Bluescreens oder einen schwarzen Bildschirm).
1. Hardware
Beim Kauf einer neuen AGP-Grafikkarte müssen Sie natürlich zunächst darauf achten, dass Ihr Mainboard die neue Karte auch unterstützt. Dies sollte aufgrund der Standardisierung des Ports und des Buses eigentlich immer der Fall sein, es kann höchstens zu Stabilitätsproblemen bei verschiedenen Kombinationen kommen (Mainboard A verrägt sich nicht mit Grafikkarte B, bei Mainboard C funktioniert das ganze allerdings einwandfrei).
Zudem ist bei neueren Grafikkarten ein starkes Netzteil Pflicht. Schwächere Netzteile mit niedrigen Ampere- und Wattzahlen können zu Stabilitätsproblemen führen. Die leistungshungrigeren Grafikkarten benötigen zudem einen extra vierpoligen Stromanschluss.
2. Treiber
Grafik
Beim Austauschen der Grafikkarte durch ein anderes Modell sollten grundsätzlich vor dem Ausbau alle vorhanden Grafikkartentreiber restlos entfernt werden. Da es manchmal nicht ausreicht, die Software über die Systemsteuerung zu deinstallieren, sollten zusätzlich spezielle Tools verwendet werden, um ein sauberes System zu garantieren. Dies ist vor allem bei einem Wechsel der Grafikchiphersteller sehr wichtig. Glaubt mir: lieber etwas Aufwand beim Entfernen der Treiber betreiben als später ewig nach einem Fehler zu suchen =)
Ein Programm, mit dem ich gute Erfahrungen gemacht habe, ist das kostenlose Tool "Driver Cleaner Professional Edition", zu finden auf http://www.drivercleaner.net/. Mit dieser Software ist es möglich, die gängigsten Treiber sicher und sauber zu entfernen.

Aktuelle Grafiktreiber für ATI- und NVIDIA-Chips (Anmerkung: Wenn der Grafikkartenhersteller eigene Treiber anbietet, sind diese den Treibern der Chiphersteller selbstverständlich vorzuziehen):
NVIDIA-Treiberhomepage
ATI (AMD)-Treiberhomepage
Es empfiehlt sich, die Treiber des Systems auf dem neusten Stand zu halten, um die optimale Performance und Systemstabilität zu gewährleisten (siehe auch Troubleshooting).
Chipsatz
Die Northbridge sorgt über den FSB (Front Side Bus) für die Kommunikation zwischen Grafikkarte, Arbeitsspeicher und CPU. Auf Betriebssystemebene wird dies über den Chipsatztreiber gesteuert. Insbesondere bei neueren Grafikkartenmodellen sollten Sie stehts den aktuelle Chipsatztreiber installiert haben, um Problemen mit der Anzeige und der Systemstabilität vorzubeigen.
Aktuelle Chipsatztreiber:
NVIDIA NForce
INTEL
SiS
3. Troubleshooting
Treiber
Wenn es zu Problemen wie Bluescreens oder Grafikfehler kommt, sollten Sie zunächst mit den Treibern experimentieren. Scheuen Sie sich nicht, einen älternen Treiber zu wählen, die Hauptsache ist nur, dass Ihr Modell in dieser Revision unterstützt wird.
Folgende Treiber sollten getauscht werden:
Grafik, Chipsatz, IDE-Treiber, Sound, eventuell Netzwerk
Um Probleme ausschließen zu können sollten auch Programme wie Virenscanner oder die Firewall testweise deaktiviert werden.
Das Testen kann sehr aufwändig ausfallen, bis eine stabile Konstellation gefunden wird. Wenn bei sämtlichen Treibern ständig die gleichen Fehler auftreten, kann ein Treiberproblem eigentlich ausgeschlossen werden, eine Inkompatibilität mit anderen Programmen kann allerdings trotzdem noch besetehen.
Temperatur & Spannungswerte
Auch die Temperatur des Grafikchips darf eine gewissen Wert nicht überschreiten. Vergleichen Sie die bei Ihnen angezeigt Temperatur mit Werten im Internet. Ein guter Test ist es auch, dass Gehäuse testweise offen zu lassen. Zusätzliche Gehäuselüfter können hier Abhilfe schaffen.
Ein Programm zum Anzeigen der Temperaturen des Grafikchips ist z.B. Everest Home Edition (die Temperaturanzeige finden Sie unter Computer > Sensoren).

Mit Everest können Sie auch die Spannungswerte Ihres Netzteils anzeigen lassen. Schwanken diese zu sehr oder sind sie dauerhaft zu niedrig, empfiehlt es sich, ein anderes Netzteil zu testen.

BIOS-Einstellungen
Im BIOS lassen sich z.T. gewisse Optionen des Chipsatzes aktivieren bzw. deaktivieren. Es bietet sich an, mit diesen Werten zu experimentieren:
Fastwrites (Ja / Nein)
Erlaubt es, Daten direkt von CPU zur Grafikkarte zu senden, ohne den Umweg über den RAM nehmen zu müssen. Wenn diese Option aktiviert ist, kann es manchmal zu Problemen und Instabilitäten kommen. Wenn sich diese Einstellung nicht im BIOS vornehmen lässt, können Sie diese bei NVIDIA-Treibern über einen Registryschlüssel softwaretechnisch deaktivieren. Legen Sie dazu in
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\NVIDIA Corporation\Global\System
den DWORD-Wert ReqAGPFW an und geben Sie ihm den Wert 0 (eventuell auch EnableAGPFW). Nach einem Neustart sollte es in Everest unter Motherboard > Chipsatz > Northbridge so aussehen:

AGP Aperture Size in MB (AGP Durchsatzgröße)
Dieser Wert gibt an, wieviel die Grafikkarte vom Hauptspeicher reservieren darf, um Texturen dort abzulegen. Bei Problemen kann es helfen, diesen Wert auf 64 oder 128 MB herunterzusetzen, Performanceeinbußen gibt es nicht.
AGP-Mode (Geschwindigkeit)
Wenn der Chipsatz mit der Grafikkarte nicht mehr mitkommt, hilft es, die Geschwindigkeit des Buses von z.B. 8x auf 4x zu stellen. Dies ist allerdings mit Performanceeinbußen verbunden.
AGP-Voltage in Volt
Unter Umständen sollte dieser Wert minimal (!) angehoben werden, um mehr Systemstabilität zu erreichen. Ganz ausdrücklich: Auf eigene Gefahr!
BIOS-Update
Manchmal hilft es, das BIOS auf den neusten Stand zu bringen. Wie Sie ein BIOS-Update durchführen und wo Sie es beziehen können, steht in Handbuch des Mainboards.
Diverses
Versuchen Sie, verschiedene Modi bei Auflösung und Bildwiederholungsfrequenz zu wählen, auch dies hat manchmal zu Problemen geführt.
Manchmal kommt der Arbeitsspeicher auch nicht mit der neuen Grafikkarte zurrecht oder ein Fehler im Arbeitsspeicher führt zu Abstürzen. Dies können Sie mit dem Programm MEMTest überprüfen.
http://www.memtest86.com/
4. Offiziellen Treiber auf einem Notebook installieren
Die Notebookversionen der Grafikkarten werden oftmals nicht vom offiziellen Treiber unterstützt. Um die Treiber dennoch installieren zu können gibt es gepatchte Konfigurationsdateien, die einfach ersetzt werden müssen.
Treiber für NVIDIA-Karten in Notebooks
So, das war's mal für den Anfang. Für Fragen und Kritik stehe ich gerne zur Verfügung.
Gruß
Genesis
Update 30.07.2006: Rechtschreibfehler korrigiert, NVIDIA-Treiber aktuallisiert
Update 07.01.2007: Treibersektion überarbeitet, Punkt 4 hinzugefügt